Es ist ganz erstaunlich, wieviele der Skripte von unserem NDS ich brauchen kann für meine Diplomarbeit. Auch solche, von denen ich es nicht erwartet hätte.
Ich habe schon einige Déja-vus gehabt. Was haben wir doch in Grüsch gelernt? Der Auftraggeber weiss nicht, was er will und ändert dauernd die Prioritäten und die Voraussetzungen und hat wieder neue Wünsche. In meinem Fall sind es sogar zwei Auftraggeber: Das Museum, für welches ich die Fotosammlung bearbeite und die zwei Referenten. Zwei Müsterchen:
- Kaum habe ich Bilddatenbanksysteme begonnen zu evaluieren, finde ich heraus, dass es in einer anderen Abteilung schon ein Bilddatenbank-System gibt und sogar auf den nächsten Frühling ein neues eingeführt werden soll. Zum Glück war ich erst am Anfang.
- Kaum habe ich das Exposé “definitiv” eingereicht, kommt ein email, ich solle doch bitte den Fokus mehr auf diesen Punkt richten und nicht auf den andern.
Erfreulich ist, dass man ganz tolle Menschen kennen lernt. Eher weniger erfreulich ist die Erkenntnis, dass auf jede Frage, die ich beantwoerten kann, mindestens zwei neue Fragen auftauchen. Auch weniger erfreulich ist die Erkenntnis, dass man bei einer unbearbeiteten Sammlung wirklich am besten ganz vorne anfängt – so mit Bedarfsanalyse oder so! Anderseits muss ich den zukünftigen Benutzer ja etwas anbieten können, damit die eben “zukünftige Benutzer” werden. Dafür muss ich schon was in den Händen halten. Der Aufwand lohnt sich aber nur, wenn …
Alles hängt zusammen! Diese blöde Redensart bewahrheitet sich.